Udo Folgart zur Afrikanischen Schweinepest: Risiko einer Ausbreitung muss beobachtet werden

Potsdam. Der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Landwirtschaft, Udo Folgart, hat in der Fragestunde des Parlaments diese Woche die Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest zum Thema gemacht. Zur Antwort des Verbraucherschutzministers Stefan Ludwig erklärt er:

„Das Risiko einer Einschleppung der sogenannten Afrikanischen Schweinepest aus Ländern Osteuropas in das Land Brandenburg ist derzeit gegeben und muss weiterhin verstärkt beobachtet werden. Mit dieser Einschätzung stützte sich Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig auf eine Neubewertung des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit. Der Minister räumte jedoch ein, dass das Risiko einer Einschleppung der Seuche in die heimische Wildschweinpopulation deutlich höher sei als das Risiko für Hausschweinbestände. Als größtes Einschleppungsrisiko gelte derzeit das Mitbringen von kontaminierten Lebensmitteln. Der Verbraucherschutzminister warnte vor massiven Folgen für die Land- und Ernährungswirtschaft, sollte die Krankheit in Brandenburg bei Hausschweinen festgestellt werden. Die zuständigen Stellen des Landes würden deshalb seit mehreren Jahren die Situation intensiv beobachten und Vorbereitungen für einen möglichen Ernstfall treffen. Ein besonderes Augenmerk gelte zudem Betrieben, die Schweine im Freien halten würden. Hinzu käme ein sehr enger Austausch mit Fachleuten der Jagd aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie zuständigen Stellen in Polen und Lettland. In den vergangenen Monaten hat sich die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Tschechien spürbar verbreitet. Schon zuvor hatte es immer wieder Einzelfälle in Polen, Lettland, Litauen und Estland gegeben.“

29.09.2017

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