Brandenburgs neuer Stolz: Erste staatliche Universitätsmedizin für Brandenburg – Ein Leuchtturm für die Gesundheitsversorgung im ganzen Land

Erik Stohn

Erik Stohn

Brandenburg bekommt seine erste staatliche Universitätsmedizin in der Lausitz. Erik Stohn, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg sieht hierin einen Meilenstein gegen den drohenden Ärztemangel und für eine sichere und stabile Gesundheitsversorgung der Brandenburgerinnen und Brandenburger im ganzen Land.

„Mit der Errichtung der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem schaffen wir etwas Großartiges für das Land Brandenburg und seine Menschen. Und wir schaffen etwas Einzigartiges mit Strahlkraft weit über Brandenburg hinaus. Nur durch die Ausbildung von mehr Ärztinnen und Ärzten können wir dem drohenden Fachkräftemangel effektiv begegnen. Diesen Weg müssen wir nun konsequent fortsetzen, damit wir zeitnah die Ärztinnen und Ärzte von morgen ausbilden. Alle Brandenburgerinnen und Brandenburger benötigen irgendwann eine verlässliche und möglichst wohnortnahe gesundheitliche und pflegerische Versorgung. Wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit wir dafür auch in Zukunft ausreichend viele Fachkräfte im Land haben. Vor allem in den ländlichen Regionen.

„Dieses Zukunftsprojekt wird bis 2038 gut 3,7 Milliarden Euro kosten. Die Hälfte davon erhalten wir als Transformationsfördermittel vom Bund. Dafür hat unser Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke in der sog. Kohlekommission gekämpft. Die andere Hälfte – immerhin 1,8 Milliarden Euro – investiert das Land Brandenburg.

Das ist viel Geld. Das dies heute möglich ist, haben sich die Brandenburgerinnen und Brandenburger selbst in den letzten drei Jahrzehnten erarbeitet. Anfang der Neunziger Jahre hätte sich das damals noch arme Brandenburg eine Uni-Medizin noch nicht leisten können.“, erklärt Erik Stohn.

„Und die Gründung der Uni-Medizin erfolgt in Rekord-Tempo. Nach Tesla, ICE-Bahnwerk in Cottbus und den neuen Lehramtsstudiengang in Senftenberg – das nächste Zukunftsprojekt im neuen Brandenburg-Tempo. Ich danke stellvertretend unserer Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, die sich für dieses Tempo bei der Errichtung der Uni-Medizin federführend zeigt. Die Uni-Medizin – das ist Brandenburgs neuer Stolz!“, meint Erik Stohn.

Stohn sieht hierin zugleich einen großen Beitrag für die erfolgreiche Strukturentwicklung in der Lausitz: „Die MUL ist auch ein Jobmotor für die Lausitz. Perspektivisch entstehen dort bis zu 1.300 zusätzliche Arbeitsplätze – ein echter Transformationsbooster für die regionale Wirtschaft.

Hintergrund:
Der Landtag hat im Rahmen der Aktuellen Stunde auf Antrag der SPD-Fraktion über die bevorstehende Errichtung der ersten staatlichen Universitätsmedizin in der Lausitz debattiert. Hintergrund war die erste Lesung des Gesetzentwurfs über das „Gesetz zur Einführung einer staatlichen Universitätsmedizin im Land Brandenburg“ (7/9458). Der Gesetzentwurf wird nun im zuständigen Fachausschuss beraten und voraussichtlich im Juni vom Landtag beschlossen werden. Die Gründung der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem ist für den 1. Juli 2024 geplant. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem bildet den Kern der „Modellregion Gesundheit Lausitz“, an der zum Wintersemester 2026/27 die ersten Studierenden beginnen sollen. Schrittweise wird die Kapazität der Ausbildung dann auf bis zu 200 Studierende pro Jahr ausgeweitet werden.