Sylvia Lehmann zu Maßnahmen gegen schwere Infektionskrankheiten: Wo Aufklärung nicht reicht, muss eine Impfpflicht helfen

Sylvia Lehmann

Potsdam. Brandenburg soll sich im Bundesrat für eine Pflicht zur Masern-Schutzimpfung starkmachen. Der Landtag beriet heute über einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und Linke sowie CDU. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Sylvia Lehmann erachtet eine Impfpflicht für vertretbar und notwendig.

„Lange wurde auf Appelle und Aufklärung gesetzt, um die Impfquoten auf Basis der Freiwilligkeit zu erhöhen. Der Anstieg der Infektionszahlen etwa bei Masern zeigt, dass das nicht ausreicht. Das gefährliche Virus, oft verharmlost als Kinderkrankheit, kann zu schwersten Gesundheitsschäden oder zum Tod führen. Es ist daher keine bloße Privatsache, ob Kinder geimpft werden, sondern eine Frage der allgemeinen Gesundheitsprävention. Im Interesse der Gemeinschaft müssen individuelle Bedenken gegen eine Impfung zurückstehen, die sich auch wissenschaftlich nicht begründen lassen. Nur mit einer Impfpflicht ist die Ausbreitung der Masern und anderer gefährlicher Infektionskrankheiten zu stoppen. Betreuungseinrichtungen für kleine Kinder, die am meisten von Ansteckung bedroht sind, müssen die Möglichkeiten haben, bei mangelndem Impfschutz den Besuch zu untersagen. Zugleich bleiben Beratungsangebote und ein leichter Zugang zur Impfung wichtig.“

11.04.2019

Weiterführende Links und Informationen

Einführung einer Impfpflicht gegen Masern

Der vom Landtag beschlossene Antrag in der Parlamentsdokumentation


Pressemitteilung 39/2019

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