Ulrike Liedtke zu Honoraren für freie Künstlerinnen und Künstler: Freie Musiker und Sängerinnen fair bezahlen!

Ulrike Liedtke

Potsdam. Der Landtag hat sich heute für auskömmliche Löhne für freie Musiker und Vokalsolisten eingesetzt. Sie sollen von ihrer Arbeit leben können und müssen dazu fair bezahlt werden, wie die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Prof. Dr. Ulrike Liedtke unterstreicht.

„Gerade freischaffende Künstlerinnen und Künstler sind häufig mit der Situation konfrontiert, dass sie bei ihren Engagements keine auskömmlichen Löhne erhalten. Das wollen wir ändern.

Daher soll zukünftig bei vom Land geförderten Kultur- und Musikprojekten darauf geachtet werden, dass die Honorarmindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden. Die Fördergrundsätze sollen sich an den von der Deutschen Orchestervereinigung e. V. vorgeschlagenen finanziellen Mindeststandards orientieren. Eine Kopplung der Zuwendungsbescheide an finanzielle Mindesthonorare wird dazu beitragen, die wirtschaftliche Situation freischaffender Musiker und Vokalsolisten nachhaltig zu verbessern. Es freut mich zudem sehr, dass es uns gelungen ist, eine fraktionsübergreifende Verständigung hierüber zu erzielen.“

Brandenburg geht damit einen großen Schritt voran, betont die Kulturexpertin der SPD im Landtag: „Die neue Regelung sichert nicht nur das großartige Qualitätsniveau der dargebotenen Musik landesweit. Sie stärkt zugleich die kulturelle Attraktivität, vor allem in den ländlichen Regionen Brandenburgs. Mit dem Doppelhaushalt 2019/20 soll zudem zur langfristigen Sicherung der Theater und Orchesterlandschaft ein neuer Finanzierungsschlüssel eingeführt werden. Vorgesehen ist eine anteilige Finanzierung aus Landesmitteln (50 Prozent) sowie aus dem Finanzausgleichgesetz (30 Prozent) und durch die Gebietskörperschaft (20 Prozent).

13.12.2018

Weiterführende Links und Informationen

Antrag – Für die Zukunft der Musik in Brandenburg: Auskömmliche Löhne für freie Musiker und Vokalsolisten

Der vom Landtag beschlossene Antrag in der Parlamentsdokumentation


Pressemitteilung 97/2018

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