Wichtige Informationen zum Corona-Virus

Das Corona-Virus hat Brandenburg erreicht. Würde das Virus sich ungebremst vermehren, würden unsere medizinischen Systeme überfordert. Um das zu verhindern, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Durch diese Maßnahmen soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Diese Maßnahmen haben Folgewirkungen, die abgefedert werden. Insbesondere sollen Arbeitsplätze gerettet werden und Unternehmen die Krise überstehen können. Wir stellen Ihnen hier wichtige Informationen und Ansprechpartner zusammen, damit Sie auf dem Laufenden sind und die Hilfe finden, die sie benötigen.

 

(update: 28. März 2020 – 18:30 Uhr)

Rettungsschirm für Brandenburg geplant

Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben daraufhin angekündigt, am Montag den 30. März in einer Sondersitzung des Haushaltsauschusses die Anhebung der Kreditermächtigung auf zwei Milliarden Euro zu beantragen. Das Landtagsplenum könnte dies am 1. April beschließen. Die Regierung wird durch Gesetz verpflichtet, dass Gelder über eine Milliarde Euro hinaus nur nach weiteren Beschlüssen des Haushaltsausschusses freigegeben werden, wenn es die Lage erfordert.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Fraktionsvorsitzenden die Gründe dafür erläutert. Dazu Erik Stohn: „Das öffentliche Leben und große Teile des wirtschaftlichen Lebens stehen still. Wir spannen einen Rettungsschirm auf, unter den viele Platz finden sollen. Mit dem Geld unterstützen wir diejenigen, die Hilfe brauchen, um über die Zeit zu kommen. Wir wollen sicherstellen, dass geschlossene Läden nach der Auszeit wieder öffnen können, Unternehmen ihre Angestellten aus der Kurzarbeit zurück holen können und wir uns nach der Zeit auch an den Künsten und Künstlern wieder erfreuen können. Würden wir diesen Rettungsschirm nicht aufspannen, müssten wir befürchten, dass vieles nach der Zeit nicht mehr da wäre. Jedes Unternehmen, das wir durch die Zeit bekommen und jeden Arbeitnehmer, den wir durch diese Zeit bringen, ist es wert. Darüber hinaus unterstützen wir Krankenhäuser bei der Bewältigung der Herausforderung. Der Rettungsschirm ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Krise zu meistern.“

 

Eltern müssen keine Kita- und Hortbeiträge zahlen

Um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind Kitas und Horte seit dem 18. März nur noch für systemrelevante Berufsgruppen nutzbar. Eltern, die die Notbetreuung aufgrund dieser Regelung nicht in Anspruch nehmen dürfen, sollen auch keine Elternbeiträge dafür zahlen müssen. Das Land zahlt allen Trägern, die die Eltern für die Schließzeit von den Beiträgen befreien, diesen Beitragsausfall. Die Landkreise erhalten für einen Krippenplatz monatlich 160 Euro, für einen Kindergartenpatz 125 Euro und für einen Hortplatz 80 Euro und rechnet mit Ausgaben von monatlich 14 Millionen Euro. Eltern haben durch diese Maßnahme eine Sorge weniger. Gute Nachrichten für Familien!

 

Ein-Eltern-Regelung für die Notfallbetreuung für bestimmte Gesundheitsberufe

Ab sofort gilt für bestimmte Gesundheitsberufe die Ein-Eltern-Regelung für die Notfallbetreuung in der Kita, denn wir brauchen in dieser Situation alle verfügbaren Beschäftigten im medizinischen und pflegerischen Bereich. Der Interministerielle Koordinierungsstab Coronavirus der Landesregierung hat die Landkreise und kreisfreien Städte über die Änderung der Anwendungsvorgaben zur Notfallbetreuung in Kitas und Horten informiert.

Bei folgenden Bereichen ist es nun ausreichend, wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, um Anspruch auf die Notbetreuung zu haben („Ein-Elternregelung“):

  • im Gesundheitsbereich,
  • in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen,
  • im medizinischen und im pflegerischen Bereich,
  • der stationären und teilstationären Erziehungshilfen sowie in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe, der Versorgung psychisch Erkrankter sowie
  • für die Notfallbetreuung von Kindern bis zum Ende des Grundschulalters.

Wenn ein Elternteil in diesen Berufsgruppen arbeitet, besteht für die Familie Anspruch auf die Notfallbetreuung, wenn keine andere Betreuungsmöglichkeit gegeben ist. Ist ein Elternteil zum Beispiel in Heimarbeit, entfällt dieser Anspruch.

Darüber hinaus sollen Kinder bis zum Ende des Grundschulalters unbeschadet der Frage, ob die Eltern in einem systemrelevanten Bereich tätig sind, die Notfallbetreuung aufgenommen werden, wenn dies das Kindeswohl erfordert.

Soforthilfe gestartet – von jetzt an beantragbar
„Alle Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitende können von nun an Soforthilfe beantragen. Diese Zuschüsse helfen die wirtschaftlichen Engpässe zu überbrücken, die wegen der Corona-Krise entstanden sind oder bereits absehbar sind. Mit dieser Unterstützung wollen wir helfen, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben. Niemandem soll gekündigt werden. Deswegen haben wir diese Maßnahme so schnell auf den Weg gebracht.“

Von heute an kann die Soforthilfe beantragt werden. Bei der Soforthilfe handelt es sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden mus. Die Soforthilfe können alle gewerblichen Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen beantragen.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:
– bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000 EUR,
– bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 EUR,
– bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 EUR,
– bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 EUR.

Mehr Informationen dazu: https://www.ilb.de/…/zuschu…/soforthilfe-corona-brandenburg/

 

Bürgerhotline eingerichtet: Das Land Brandenburg hat ein Bürgertelefon eingerichtet, um für alle Fragen rund um die Corona-Auswirkungen zur Verfügung zu stehen. Sie ist erreichbar unter der Rufnummer 0331-866 5050 von montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr.

Das Land Brandenburg hat alle Informationen der Ministerien und nachgeordneten Behörden auf einer Seite zusammengefasst. Unter https://corona.brandenburg.de finden Sie diese Informationen gebündelt.

Schutzschild für Deutschland
Das Bundeskabinett hat weitere Lösungen beschlossen, die bei Verdienstausfällen helfen. Hilfe gibt es für:

  • Kleine Firmen und Solo-Selbstständige können über drei Monate direkte Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro bekommen. Dafür stehen bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung.
  • Über einen Stabilisierungsfonds sollen Großunternehmen mit Kapital gestärkt werden. Es sind bis zu 400 Milliarden Euro Kreditgarantien für die Firmen vorgesehen, 100 Milliarden Euro stehen für mögliche Unternehmensbeteiligungen bereit.
  • Zugleich startete am Montag ein unbegrenztes Sonderkreditprogramm der Förderbank KfW. Das KfW-Programm für Liquiditätshilfen umfasst 100 Milliarden Euro.
  • Bei Anträgen auf Hartz IV sollen die Vermögensprüfung und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für ein halbes Jahr ausgesetzt werden. Familien mit Einkommenseinbrüchen sollen leichter Kinderzuschlag bekommen.
  • Mit erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit sollen Unternehmen zudem Beschäftigte leichter halten können, statt sie in die Arbeitslosigkeit zu schicken.
  • Vermieter dürfen ihren Mietern nicht mehr kündigen, wenn diese wegen der Coronakrise ihre Miete nicht zahlen können. Dies gilt für Wohn- und Gewerberaummietverträge und bezieht sich auf Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt hier jedoch bestehen.
  • Deutschlands Krankenhäuser sollen mit mehr als drei Milliarden Euro unterstützt werden.
  • Das Kabinett beschloss zudem, dass der Bund mehr Kompetenzen beim Seuchenschutz bekommt, dass das Insolvenzrecht gelockert wird und dass Unternehmen wie Vereine ihre Haupt- und Jahresversammlungen auch online abhalten dürfen.

Insgesamt umfasst das Paket laut Finanzminister Olaf Scholz (SPD) 750 Milliarden Euro.

Eine Übersicht der arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen können Sie hier nachlesen. Eine Übersicht der sozialen Maßnahmen können Sie hier nachlesen. Infos zur Mietschuldenregelung und weitere Maßnahmen für Verbraucher finden sich hier.

 

Brandenburg schränkt das öffentliche Leben weiter ein

Das Kabinett Brandenburg hat mittels einer Rechtsverordnung wichtige Regeln für die Öffentlichkeit festgelegt:

  • Kontaktverbot: In der Öffentlichkeit darf man sich nur aus notwendigem Grund bewegen. Dazu gehört der Weg zur Arbeit, das Gehen zum Arzt, das Besorgen von Lebensmitteln, das Versorgen von Tieren und das Bewegen an der frischen Luft. Diese Gänge dürfen allein, in Begleitung max. einer weiteren Person die nicht zum eigenen Haushalt gehört oder in Begleitung der Personen des eigenen Hausstands vorgenommen werden.
  • Wichtige Geschäfte bleiben geöffnet. Dazu zählen Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte und den Großhandel. Für all diese Bereiche wird das Sonntagsverkaufsverbot für die Dauer der Gültigkeit der Verordnung (bis 19. April) aufgehoben. Sie können demnach sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr öffnen.
  • Restaurants und Gaststätten werden geschlossen. Unter Beachtung der Hygienebestimmungen kann Essen zum Mitnehmen verkauft werden.
  • Geschlossen sind Friseure, Massagesalons, Kosmetikstudios und Tattooläden, Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.
  • Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios ist untersagt. In besonderen Einzelfällen können vor Ort Ausnahmen gewährt werden.
  • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen sind verboten.
  • Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und Hospizen dürfen keinen Besuch empfangen. Ausnahme: Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen.
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und ähnlichen Wohnformen dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

Die Verordnung, die das Kabinett am 17. März beschlossen hat, können Sie hier nachlesen. Die neuen Einschränkungen sind am 22. März beschlossen worden. (Link zur neuen Verordnung)

 

  • Bürgertelefon der Landesregierung Brandenburg: 0331-866 5050 von montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr
  • Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030 346 465 100.
    Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.
  • Wer den Hausarzt nicht erreichen kann, wählt 116117. Die bundesweit einheitliche kostenfreie Rufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung sagt Patientinnen und Patienten rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche, wohin sie sich im Falle einer akuten Erkrankung wenden können.
  • Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8:00 bis 22:00 Uhr und Samstag von 8:00 bis 18:00 Uhr.
  • Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax: 030 340 60 66 – 07 oder E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de oder via Gebärdentelefon (Videotelefonie)
  • Beim Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon eingerichtet: 0331 8683-777.
    Erreichbarkeit: Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr.

Das Corona-Virus wird großen Einfluss auf Wirtschaft und Arbeit haben. Während einige Arbeitnehmer_innen sehr viel arbeiten müssen, weil sie in strategisch wichtigen Bereichen tätig sind, werden andere kaum noch gebraucht. Einige können ihre Arbeit im Homeoffice erledigen. Doch welche Rechten und Pflichten habe ich in den nächsten Wochen? Wer hilft und wo kann ich mich hinwenden, wenn ich nicht weiter weiß. Hier finden Sie Antworten:

  • Das Bundesministerium für Arbeit hat eine im FAQ-Stil angelegte Zusammenstellung über arbeitsrechtliche Auswirkungen veröffentlicht.
  • Beim Brandenburger Arbeitsministerium erhalten sie wichtige Informationen auf häufig gestellte Fragen zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf ihren Arbeitsplatz
  • Die Bundesagentur für Arbeit will ihre Arbeit darauf konzentrieren, dass alle Geldleistungen erhalten, die diese benötigen. Das hat Auswirkungen auf Persönliche Termine und Besuche in den Arbeitsagenturen. Eine wichtige Info der Bundesagentur finden sie hier.

  • Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) hilft, wenn ein Unternehmen aufgrund des Corona-Virus in akute betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Die Anfragen werden streng vertraulich behandelt. Hier finden Sie die Ansprechpartner_innen der WFBB.
  • Unternehmen können bei Arbeitsausfällen, die durch Corona verursacht werden, auf das Instrument des Kurzarbeit zurückgreifen. Die Zugänge dafür wurden erleichtert. Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet. Die neuen Kurzarbeiterregelungen gelten rückwirkend ab dem 1. März 2020.
  • Höchstbeträge für Bürgschaften verdoppelt
    Um Brandenburger Unternehmen, die durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Schieflage geraten, wirksam zu helfen, wird das Programm der Bürgschaftsbank des Landes Brandenburg ab sofort ausgeweitet. Wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium heute gemeinsam mit der Bürgschaftsbank mitteilten, wird der Höchstbetrag für eine Bürgschaft von bislang 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Die Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH sichert mit Bürgschaften Kredite an mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, an Betriebe des Gartenbaus und an Angehörige freier Berufe in Brandenburg. Dabei wird sie vom Land Brandenburg und dem Bund durch die Übernahme von Rückbürgschaften unterstützt. Mit der nun beschlossenen Programmerweiterung soll die Liquidität von Unternehmen im Land Brandenburg in der Phase der Corona-Pandemie unterstützt werden. Der zeitliche Geltungsbereich der Programmerweiterung endet voraussichtlich am 31. Dezember 2020.
    Ansprechpartner: bei der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH: Herr Karsten Kolbe: (E-Mail: kolbe@bb-br.de; Telefon : 0331/ 649 63 30)

Vom 18. März 2020 bis 19. April 2020 wird es keinen Unterricht an Schulen geben und werden die Kitas geschlossen sein. Ausgenommen sind Kindertagespflegestellen, die weitergeführt werden können. Der Unterricht an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und für schwerstmehrfachbehinderte Schülerinnen und Schülern kann fortgeführt werden. Eine Notbetreuung steht für alle Kinder zur Verfügung, bei denen beide Sorgeberechtigte in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Beschäftigten aus folgenden Bereiche können auf die Notbetreuung zurückgreifen:

  • im Gesundheitsbereich, in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen, im medizinischen und im pflegerischen Bereich, der stationären und teilstationären Erziehungshilfen, in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Eingliederungshilfe sowie der Versorgung psychische Erkrankter,
  • Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen sowie der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung,  
  • Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr sowie die sonstige nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr,
  • Rechtspflege,
  • Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche,
  • Energie, Abfall, Ab- und Wasserversorgung, Öffentlicher Personennahverkehr, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung),
  • Land- und Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft,
  • in der fortgeführten Kindertagesbetreuung.

Über die konkrete Notfallbetreuung, zum Beispiel in welchen Einrichtungen und zu welchen Öffnungszeiten sie angeboten wird, entscheiden die Landrätinnen, Landräte und Oberbürgermeister in Absprache mit den Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren bzw. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in eigener Verantwortung. Sie können die genannten Beschäftigtengruppen und das Verfahren konkretisieren, für die eine Notbetreuung vor Ort vorgesehen wird.

Die Finanzämter Brandenburgs sind vom 16. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Aber die Finanzämter arbeiten in dieser Zeit natürlich weiter. Das heißt, jede und jeder kann seine steuerlichen Angelegenheiten in dieser Zeit klären. Es empfiehlt sich die Steuererklärung elektronisch abzugeben. Es können aber auch per Telefon, Fax oder Brief Steuerangelegenheiten ausgetauscht werden zwischen Steuerpflichtigen und Finanzamt.

Die elektronische Steuererklärung gibt man unter „Mein ELSTER“ unter www.elster.de ein und ab. Nicht nur die Steuererklärung, sondern auch elektronische Nachrichten können darüber an das Finanzamt gesendet werden. Ein Antrag auf Fristverlängerung oder ein Einspruch ist ebenso elektronisch möglich.

Steuer-Formulare können elektronisch im Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung heruntergeladen werden: https://www.formulare-bfinv.de/

Wer über keinen Internetanschluss verfügt, kann sich telefonisch an sein zuständiges Finanzamt wenden, das dann die Formulare in diesen Ausnahmefällen zusendet.

 

Informationen für Reisende

Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen ab. Änderungen der Einreise- und Quarantänebestimmungen werden teilweise ohne jede Vorankündigung geändert. Um die damit verbundenen Unannehmlichkeiten zu vermeiden, verzichtet man am besten auf Reisen ins Ausland. Das Auswärtige Amt hat Reisehinweise im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zusammengetragen.

Folgende Einschränkungen sind aktuell bekannt:

  • Übernachtungsangebote im Inland dürfen nicht mehr zu touristischen Zwecken verwendet werden.
  • Mecklenburg-Vorpommern hat die Ostseeinseln für Touristen gesperrt.
  • Schleswig-Holstein hat ebenfalls die Inseln in Nord- und Ostsee für Touristen gesperrt.
  • Der Grenzverkehr zwischen Deutschland auf der einen Seite und Frankreich, Schweiz, Österreich, Luxemburg und Dänemark auf der jeweils anderen Seite ist eingeschränkt. Nähere Infos dazu beim Bundesinnenministerium. Polen und Tschechien hatten zuvor bereits die Grenzkontrollen wieder eingeführt und den Grenzverkehr eingeschränkt.
  • Touristen dürfen Schleswig-Holstein ab Mittwoch (18.03.) nicht mehr betreten. Das hat die Landesregierung am beschlossen. Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden kontrolliert und das Verbot ordnungsrechtlich durchgesetzt. Eine Einreise nach Schleswig-Holstein aus anderen privaten oder beruflichen Gründen sei weiterhin erlaubt. Auch Mecklenburg-Vorpommern verbietet die Einreise aus touristischen Gründen. Urlauber müssen bis Donnerstag (19. März) das Bundesland verlassen.
  • Wenn Reisebeschränkungen eine Rückkehr nach Deutschland behindern, so können Sie das Auswärtige Amt konktaktieren. Beratungen und Informationen erhalten Sie rund um die Uhr über die Hotline: +49 30 1817 3000.
  • Das Auswärtige Amt startet eine Rückholaktion für Deutsche, die die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Außenminister Heiko Maas kündigte an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen. Es solle alles dafür getan werden, um den Reisenden in den nächsten Tagen eine Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen. Alle Betroffenen, die auf eine Rückholaktion angewiesen sind, sollten sich zunächst auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes informieren und ihre Reiseveranstalter oder Airlines kontaktieren. Auch Botschaften und Konsulate würden für Anfragen zur Verfügung stehen. Zudem sollten sich alle, die noch unterwegs sind, dringend in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen: So können sie kontaktiert werden und das Amt weiß, wer noch in welchem Land ist.
  • Die EU werde ihre Grenzen zunächst 30 Tage lang für alle Nicht-EU-Bürger schließen, die nicht zwingend notwendig einreisen müssen. Ausnahmen würden für Personen gelten, die langfristig in der Europäischen Union ansässig seien, für Angehörige von EU-Bürgern sowie für Diplomaten und Forscher, die an der Bekämpfung der Viruskrise arbeiteten.