Wichtige Informationen zum Corona-Virus

Die Infektionszahlen steigen wieder. Das Infektionsgeschehen in den Landkreisen ist unterschiedlich hoch. Diese Entwicklung zeigt uns, dass wir wieder vorsichtiger werden müssen. Abstände und Masken bleiben Teil unseres Alltages. In Abhängigkeit zur örtlichen Infektionslage stehen die Maßnahmen, die die Brandenburger Landesregierung festgelegt hat. Die Verordnung gilt bis zunächst 24. Juni 2021

 

(update: 01. Juni 2021 – 19:00 Uhr)

Was gilt?

Ab dem 03. Juni werden Kontaktbeschränkung weiter gelockert: Im öffentlichen Raum können sich entweder zwei Haushalte (mit einer unbegrenzten Anzahl von Personen aus beiden Haushalten) oder insgesamt bis zu 10 Personen aus 10 verschiedenen Haushalten treffen. Bisher konnten sich maximal die Angehörigen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 14 Jahre sowie vollständig Geimpfte und Genesene zählen nicht mit dazu).

Private Feiern aus besonderem Anlass sind unter freiem Himmel mit bis zu 70 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 30 Personen möglich. Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln müssen dabei weiterhin beachtet werden. Besondere Anlässe sind beispielsweise: Verlobung, Hochzeit, Jubiläum, Geburtstag, Prüfung und Abschlussfeier. Für sonstige Feiern und Zusammenkünfte gelten die im Stichpunkt zuvor genannten Kontaktbeschränkungen.

Veranstaltungen mit und ohne Unterhaltungscharakter sind unter freiem Himmel mit bis zu 500 zeitgleich Anwesenden und in geschlossenen Räumen bis zu 200 zeitgleich Anwesenden
zulässig. Die Veranstalterinnen und Veranstalter müssen dazu aber ein geeignetes Hygienekonzept vorlegen und einhalten.

Versammlungen und Demonstrationen unter freiem Himmel können bis zu 1.000 Teilnehmende haben. Die bisherige Personenobergrenze ist damit verdoppelt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter müssen immernoch ein Hygienekonzept und weitere organisatoritsche Maßnahmen regulieren: Einhaltung des Abstandsgebotes, die Steuerung der Beschränkung des Zutritts und Aufenthalts sowie das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske.

Gaststätten:
Außengastronomie: Es gibt keine Terminpflicht für Gaststätten wie Restaurants, Cafés, Kneipen oder Bars. Gäste können also ohne vorherige Terminvereinbarung einkehren.
Innengastronomie: kann unter Auflagen wieder öffnen.
Allgemein gilt: Wenn Gaststätten oder ähnliche Einrichtungen nur über Außenbereiche verfügen oder nur diese öffnen, dann besteht ab 3. Juni keine Testpflicht. Wird allerdings Wird in Innenbereichen bewirtet, gilt Testpflicht auch im Außenbereich für alle ab 6 Jahren (bzw. Impf- oder Genesenennachweis). Wenn eine Gaststätte nur ihren Außenbereich öffnet, können die Besucherinnen und Besucher aber selbstverständlich die Toiletten im Innenbereich aufsuchen.

Neben den Regeln zum Testen müssen die Gaststätten auch folgendes sicherstellen: die Steuerung des Zutritts und des Aufenthalts sowie den Zutritt nur für Gäste ohne Symptome. Die Personendaten der Gäste müssen von der Gaststätte zur Kontaktnachverfolgung erfasst werden. Alle Personen müssen eine medizinische Maske tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem festen Platz aufhalten (das Personal ist von der Tragepflicht befreit, wenn es keinen direkten Gästekontakt hat).  An einem Tisch dürfen die Angehörigen von zwei Haushalten sitzen, wenn Tische groß genug sind, dürfen an einem Tisch auch Gäste aus mehr als zwei Haushalten sitzen, sofern das Abstandsgebot zwischen allen Gästen eingehalten wird (Genesene und vollständig Geimpfte zählen nicht mit dazu). Zwischen den Tischen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In den Innenbereichen muss regelmäßig gelüftet werden.

– Schule: Ab 31. Mai kehren Grundschulen in den Präsenzunterricht zurück. Ab 07. Juni kehren auch die weiterführenden Schulen in den Präsenzunterricht zurück. Für den Musikunterricht in Schulen gilt neu: In geschlossenen Räumen darf nicht gesungen werden und es dürfen keine Blasinstrumente gespielt werden. Im Außen-bereich ist Gesangsunterricht und das Spielen von Blasinstrumenten erlaubt, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen allen Personen eingehalten wird.

Krippe, Kindergarten, Hort, Kindertagespflegestellen und sonstige Kindertagesbetreuungsangebote bleiben geöffnet, die Kinder sollen aber wenn möglich zu Hause betreut werden. Überschreitet die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 200, so ist die Kita nur mit Notbetrieb geöffnet.

Einzelhandel: Alle Geschäfte des Einzelhandels können wieder ohne Terminvergabe öffnen. Kundinnen und Kunden müssen also nicht vorher einen Termin buchen.

Der Einzelhandel kann für einen Kundeshaushalt je 40qm öffnen, wenn vor Ort eine 7-Tage-Inzidenz unter 100 vorliegt und die Kund_innen zuvor einen Termin gebucht haben. („Click-and-meet“). Landkreise können einschränkende Maßnahmen beschließen, wenn das Infektionsgeschehen und in dem Zusammenhang vor allem die Kapazitäten in den Krankenhäusern es gebieten. Aber einer 7-Tage-Inzidenz von 100 muss der Einzelhandel wieder schließen.

Körpernahe Dienstleistungen können nach Terminbuchung mit medizinischer Maske oder dort, wo sie nicht getragen werden kann nach Vorlage eines negativen Tests genutzt werden.

Sport: Für die Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel gilt nur noch: Zutritt für Sportlerinnen und Sportler, die keine Symptome aufweisen. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen. So ist also der Kontakt-port im Freien ohne Personenbeschränkung wieder möglich.
In geschlossenen Räumen ist der Sport unter folgenden Auflagen möglich: Steuerung des Zutritts, Zutritt nur für Sportlerinnen und Sportler mit Termin und ohne Symptome und mit negativem Test. Die Personendaten müssen zur Kontaktnachverfolgung erhoben werden. In den Umkleiden gilt eine Maskenpflicht. Die Obergrenze für die Ausübung von gemeinsamem Sport liegt bei 30 Personen. Außerdem muss regelmäßig gelüftet werden.

Freibäder können ab dem 03. Juni wieder öffnen: Zutritt nur für Besucherinnen und Besucher ohne Symptome, Einhaltung des Abstandsgebots, Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen, Erfassen der Personendaten in einem Kontaktnachweis. Badegäste müssen also keine Maske tragen. In Freibädern dürfen sich zeit-glich höchsten 500 Besucherinnen und Besucher aufhalten. Das bedeutet aber auch: Bei Freibädern gibt es keine Testpflicht.
Ab dem 11. Juni können auch Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder, Saunen, Thermen und Wellnesszentren wieder öffnen. Besucherinnen und Besucher müssen hier allerdings einen negativen Test vorlegen, es muss regelmäßig gelüftet werden, außerdem ist der Zutritt nur mit Terminvergabe möglicht. Auch hier muss der Zutritt gesteuert werden und die Personendaten der Besuchenden zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfasst werden. In den Umkleiden gilt eine Maskenpflicht, außerdem muss das Abstandsangebot wo möglich, eingehalten werden.
Dampfsaunen und Dampfbäder sind weiter für den Publikumsverkehr zu schließen.

 

Masken helfen. Je besser eine Maske ist, desto hilfreicher ist sie. An besonders sensiblen Orten ist vorgeschrieben, eine medizinische Maske zu tragen. Diese Maßnahme ist auch deswegen wichtig, weil die bekannte und mittlerweile in Deutschland angekommene britische Mutation des Corona-Virus, wesentlich ansteckender ist.

Als medizinische Maske gelten die Masken, die entweder den Anforderunqen an eine CE-qekennzeichnete medizinische Gesichtsmaske mit der Norm DIN EN 14683:2019-10 (OP-Maske) entsprechen oder eine FFP2-Maske mit einer CE-Kennzeichnunq mit 4-stelliger Nummer der notifizierten Stelle). Als FFP2-Maske gilt auch eine Maske des Tvps KN 95. Eine FFP2-Maske ist nur ohne Ausatemventil zulässig.

 

Mund-Nasen-Bedeckung

Grundsätzlich ist nun in allen öffentlich zugänglichen Räumen und Orten mit Publikumsverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Also zum Beispiel in Banken, Postfilialen, Behörden, Krankenhäusern. Das gilt auch an Orten unter freiem Himmel, wo sich viele Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zum Beispiel auf Wochenmärkten und in Fußgängerzonen. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung erfolgt durch die örtlich zuständigen Behörden.

Auch in allen Arbeits- und Betriebsstätten sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden haben die Beschäftigten sowie Besucherinnen und Besucher eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt nicht, wenn sie sich an einem festen Platz aufhalten, der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten oder die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung verringert wird.

Bei der Nutzung von Aufzügen haben alle Personen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Maskenpflicht gilt auch im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, einschließlich der dazugehörigen Parkplätzen.

Bei Gerichtsverhandlungen kann auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten wird oder wenn die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung verringert wird.

 

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind weiter:

    • Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
    • Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, die mit diesen kommunizieren,
    • Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Hierzu gibt es neu eine wichtige Ergänzung in der Verordnung: Da immer öfter gefälschte Atteste vorgezeigt werden, gilt nun: dies ist vor Ort durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis im Original nachzuweisen (bislang reichte auch eine einfache Kopie). Dies soll der Polizei bei Versammlungen eine Kontrolle erleichtern und Missbrauchsfälle verhindern.

 

Was gilt?

 

Jede Person ist verpflichtet,

    • die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Vorbeugung von Infektionen zu beachten,
    • grundsätzlich einen Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot); sofern die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 

Ausnahmen: Das Abstandsgebot gilt nicht

  • für Ehe- oder Lebenspartner, für Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die ein Sorge- oder ein gesetzliches oder gerichtlich angeordnetes Umgangsrecht besteht,
  • im Bereich der Kindertagesbetreuung, die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen Schulpersonal bleibt davon unberührt,
  • zwischen Schülerinnen und Schülern bei der Wahrnehmung von Schulsport,
  • zwischen Studierenden bei der Wahrnehmung von Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen,
  • im Trainings- und Wettkampfbetrieb von Berufssportlerinn/en, Bundesligateams sowie Kaderathletinn/en der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet,
  • bei der Wahrnehmung von Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu beruflichen Zwecken, sofern die Angebote in festen Gruppen wahrgenommen werden,
  • wenn für die Wahrnehmung beruflicher, dienstlicher oder der Umsetzung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten die Unterschreitung des Mindestabstands zwingend erforderlich ist.

Unterstützende Hilfsmaßnahmen

Das Coronavirus berührt alle Lebensbereiche und hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit, aber auch auf unsere Arbeit und damit auf unser Einkommen.

Bund und Land haben verschiedene Hilfen auf den Weg gebracht:

  • Arbeitnehmer_innen, die 50% und weniger arbeiten, erhalten ab dem 4. Monat 70 Prozent und am dem 7. Monat 80 Prozent Kurzarbeitergeld (für Arbeitnehmer_innen mit Kindern gelten um 7 Prozent höhere Sätze)
  • Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli 2020 auf 7 Prozent gesenkt. Die Senkung wird verlängert bis zum 31. Dezember 2022.
  • Der Bund stellt für bedürftige Schülerinnen und Schüler einen Zuschuss für die Anschaffung eines Laptops oder ähnliches bereit. Die Jobcenter sind angewiesen, selbst beschaffte Geräte bis zu einer Höhe von 350 Euro zu erstatten.
  • Familien erhalten erneut einen Kinderbonus von 150 Euro pro kindergeldberechtigtem Kind, welches nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet wird. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich im Mai 2021
  • Eltern, die aufgrund fehlender Kinderbetreuung oder geschlossener Schulen nicht arbeiten können, haben Anspruch auf Kinderkrankentagegeld. Auch dann, wenn das Kind nicht krank, sondern nur aufgrund behördlicher Empfehlungen oder Anordnungen zu Hause bleiben muss. Das Kinderkrankentagegeld beträgt bis zu 90 Prozent des Lohnes, aber höchstens 109 Euro pro Tag. Es muss bei der Krankenkasse beantragt werden und die Schulschließung muss oftmals durch eine Bescheinigung von Schule bzw. Kita belegt werden. Nicht alle Krankenkassen bestehen auf dieses Formular, da die allgemeinen Veröffentlichungen bekannt sind. Erkundigen Sie sich bitte bei ihrer Kasse. Diese Leistung können nur gesetzlich Versicherte in Anspruch nehmen

 

Das Corona-Virus wird großen Einfluss auf Wirtschaft und Arbeit haben. Während einige Arbeitnehmer_innen sehr viel arbeiten müssen, weil sie in strategisch wichtigen Bereichen tätig sind, werden andere kaum noch gebraucht. Einige können ihre Arbeit im Homeoffice erledigen. Doch welche Rechten und Pflichten habe ich in den nächsten Wochen? Wer hilft und wo kann ich mich hinwenden, wenn ich nicht weiter weiß. Hier finden Sie Antworten:

  • Das Bundesministerium für Arbeit hat eine im FAQ-Stil angelegte Zusammenstellung über arbeitsrechtliche Auswirkungen veröffentlicht.
  • Beim Brandenburger Arbeitsministerium erhalten sie wichtige Informationen auf häufig gestellte Fragen zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf ihren Arbeitsplatz
  • Die Bundesagentur für Arbeit will ihre Arbeit darauf konzentrieren, dass alle Geldleistungen erhalten, die diese benötigen. Das hat Auswirkungen auf Persönliche Termine und Besuche in den Arbeitsagenturen. Eine wichtige Info der Bundesagentur finden sie hier.
  • Wenn das Einkommen nicht reicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, kann Grundsicherung beantragt werden. Die Zugänge zur Grundsicherung wurden vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und 30. Juni einen Antrag auf ALGII stellt, der erhält unabhängig von der Wohnungsgröße die tatsächlichen Kosten der Unterkunft berücksichtigt und kleinere Vermögen müssen nicht angetastet werden. Die Bewilligung der schneller zugänglichen Grundsicherung erfolgt für 6 Monate.
  • Arbeitnehmer_innen, die auf Kurzarbeit sind und 50% und weniger arbeiten, erhalten ab dem 4. Monat 70 Prozent und am dem 7. Monat 80 Prozent Kurzarbeitergeld (für Arbeitnehmer_innen mit Kindern gelten um 7 Prozent höhere Sätze)

 

  • Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) hilft, wenn ein Unternehmen aufgrund des Corona-Virus in akute betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Die Anfragen werden streng vertraulich behandelt. Hier finden Sie die Ansprechpartner_innen der WFBB.
  • Unternehmen können bei Arbeitsausfällen, die durch Corona verursacht werden, auf das Instrument des Kurzarbeit zurückgreifen. Die Zugänge dafür wurden erleichtert. Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.
  • Höchstbeträge für Bürgschaften verdoppelt
    Um Brandenburger Unternehmen, die durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Schieflage geraten, wirksam zu helfen, wird das Programm der Bürgschaftsbank des Landes Brandenburg ab sofort ausgeweitet. Wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium heute gemeinsam mit der Bürgschaftsbank mitteilten, wird der Höchstbetrag für eine Bürgschaft von bislang 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Die Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH sichert mit Bürgschaften Kredite an mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, an Betriebe des Gartenbaus und an Angehörige freier Berufe in Brandenburg. Dabei wird sie vom Land Brandenburg und dem Bund durch die Übernahme von Rückbürgschaften unterstützt. Mit der nun beschlossenen Programmerweiterung soll die Liquidität von Unternehmen im Land Brandenburg in der Phase der Corona-Pandemie unterstützt werden. Der zeitliche Geltungsbereich der Programmerweiterung endet voraussichtlich am 31. Dezember 2020.
    Ansprechpartner: bei der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH: Herr Karsten Kolbe: (E-Mail: kolbe@bb-br.de; Telefon : 0331/ 649 63 30)

 

Lohnersatz für Eltern: Alle Eltern, die wegen der behördlichen Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten können, können diesen Ersatz für ihren Verdienstausfall beantragen. Es ist auch beantragbar, wenn ein Kind unter 12 Jahren eine Quarantäneanordnung erhalten hat und betreut werden muss. Man erhält 67 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens. Das ist eine finanzielle Entschädigung, die nach §56 des Bundesinfektionsschutzgesetzes gezahlt wird.

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld geht dem Entschädigungsanspruch grundsätzlich vor. Die Regelung gilt nicht für Zeiten, in denen die Einrichtung wegen der Schulferien ohnehin geschlossen wäre, und ist befristet bis Ende des Jahres 2020. Das Kinderkrankentagegeld, das auch bei geschlossenen Einrichtungen in Anspruch genommen werden kann, kann nicht zeitgleich angesetzt werden.

Weitere Informationen, sowie die Anträge und den Nachweis für die fehlende Betreuung finden sie auf der Internetseite des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit: https://lavg.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.661750.de

Die Anträge können an entschaedigung@lavg.brandenburg.de gerichtet werden.

November- und Dezemberhilfe

Corona bekämpfen wir gemeinsam. Die Schließung von Gaststätten und anderen Betrieben
war nötig, um unsere Kontakte und damit die Übertragungsmöglichkeiten für das Virus zu reduzieren. So kann es uns erneut gelingen, das Virus zurückzudrängen.
Die betroffenen Betriebe und Soloselbständigen erhalten für diese Zeit finanzielle Zuschüsse des Bundes. Die Länder kümmern sich um die Antragsbewilligung und –auszahlung. Der Landtag Brandenburg ist der Haushaltsgesetzgeber des Landes und stellt die Kofinanzierungs- und Verwaltungsmittel für die Programme bereit.

Der Teil-Lockdown wurde verlängert. Auch die sogenannten Novemberhilfen werden zu sogenannten Dezemberhilfen verlängert.

  • Finanzielle Hilfen für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, wirtschaftlich tätige Vereine und Einrichtungen in Höhe von 75% des vorherigen Umsatzes.
  • Damit die Hilfe schnell ankommt, werden Abschlagszahlungen von 5.000 bzw. 10.000 Euro Ende November ausgezahlt.
  • Anträge können hier gestellt werden: https://kurzelinks.de/novemberhilfe

 

Antragsberechtigt sind alle:

  • die ihren Geschäftsbetrieb wegen der Schließungsanordnung einstellen mussten.
  • die 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielt haben.
  • die 80 Prozent ihrer Umsätze im Auftrag direkt betroffener Unternehmen über Dritte erzielt haben.

Die Anträge müssen durch Steuerberater_innen und Wirtschaftsprüfer_innen gestellt werden. Soloselbständige sind bis zu einem Antragsvolumen von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt.

Gezahlt werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019. Soloselbständige können alternativ den Jahressteuerumsatz 2019 zugrunde legen. Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäfte aufgenommen haben, legen den Oktober 2020 als Vergleich zugrunde.

Umsätze von mehr als 25 Prozent werden angerechnet, um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent auszuschließen. Für die besondere Anstrengung der Gastronomie beim Außer-Haus-Verkauf ist eine Sonderregelung geplant, nach der Umsätze zum reduzierten Mehrwertsteuersatz herausgerechnet werden.

Andere im Förderzeitraum bezogene Leistungen werden angerechnet (z.B. Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld).
geschlossene Betriebe

Corona-Überbrückungshilfe

Die Überbrückungshilfe wurde erweitert und aufgestockt. Die Anträge auf Überbrückungshilfe III können nun gestellt werden. Alle Infos hier. Der Antrag auf Überbrückungshilfe kann nur über einen Steuerberater, einen Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer gestellt werden. Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Antragsberechtigt sind Unternehmen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können ebenso einen Antrag stellen. Ziel der Überbrückungshilfe ist einen anteiligen finanziellen Ausgleich für monatlich anfallende betriebliche Fixkosten in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße und der Höhe der Umsatzeinbußen zu erreichen. Nicht gefördert mit dem Programm werden Lebenshaltungskosten.

Weitere Informationen kann die ILB geben:

Info-Telefon Corona-Überbrückungshilfe: 0331 – 23182299, Mo-Fr 9.00 – 17.00 Uhr
Mail: corona-ueberbrueckungshilfe@ilb.de

Informationen für Reisende

Das Auswärtige Amt hat die allgemeine Reisewarnung geändert in Reisehinweise, die sich von Land zu Land unterscheiden.  Vor einer geplanten Reise sollte man die Seiten des Auswärtigen Amtes aufsuchen und sich informieren. Es können trotz geöffneter Grenzen teilweise örtliche Quarantänebestimmungen am Zielort das Reisevergnügen trüben. Es können neue Einschränkungen kurzfristig dazu kommen. Der Tipp: Vor Reiseantritt ausführlich über die Bestimmungen informieren und auf jede Reise, die nicht notwendig ist, besser verzichten.