Wichtige Informationen zum Corona-Virus

Die neue Eindämmungsverordnung tritt am 24. November 2021 in Kraft. Sie gilt zunächst bis zum 15. Dezember 2021.

 

(Update: 23.November 2021 – 19:00 Uhr)

Was gilt?

Das 2G-Modell wird weiter ausgeweitet. Das heißt Betriebe, Einrichtungen oder Veranstaltungen dürfen den Zutritt zu ihrem Gelände oder ihrer Veranstaltung nur für Genesene und Geimpfte sowie Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche unter 18 Jahren, die eine FFP 2 Maske tragen und einen Negativtest vorweisen, ermöglichen. Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung erhalten können, müssen ein ärztliches Atest und ebenfalls einen Negativtest nachweisen
Die allgemeinen Hygieneregeln, wie das Tragen einer Maske und Abstand halten, gelten weiterhin. Das Personal, welches direkten Kundenkontakt hat, muss entweder geimpft, genesen oder täglich getestet sein.
Das 2G-Modell muss in folgenden Bereichen angewendet werden: im Einzelhandel, bei Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter (z.B. Weihnachtsfeiern), in der Gastronomie, bei der Beherbergung von Gästen, Diskos, Clubs und Festivals sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Schwimmbädern, Indoor-Spielplätzen, bei touristischen Angeboten wie Reisebusreisen oder Stadtrundfahrten.
Ausgenommen von der 2G-Option sind die Bereiche der Grundversorgung, Einrichtungen lebenswichtiger Dienstleistungen, Ämter und Verwaltungen, Bibliotheken und weitere Einrichtungen. Dort gelten weiterhin die Hygieneregeln bzw. das 3G-Modell.

– Das 3G-Modell gilt nun verpflichtend am Arbeitsplatz, im öffentlichen Personennahverkehr und im Regional- und Fernverkehr.

Homeoffice-Pflicht: Der Arbeitgeber muss Beschäftigten anbieten von Zuhause aus arbeiten zu können, wenn dies möglich ist. Wenn dem keine Gründe entgegenstehen, muss dies angenommen werden.

– In Diskotheken, Clubs  gilt ab sofort die 2G-Plus-Regel. Zutritt wird nur geimpften und genesenen Personen gewährt, die einen tagesaktuellen Negativtest vorweisen können.

Schulen: Für nicht genesene oder geimpfte Schülerinnen und Schüler besteht eine Testpflicht. Ihnen ist der Zutritt zur Schule, sowie die Teilnahme am Präsenzunterricht nur dann erlaubt, wenn an drei von der jeweiligen Schule bestimmten Tagen pro Woche, ein negativer Testnachweis vorgelegt wird. Selbsttests ohne Aufsicht sind dabei weiterhin zulässig. Außerdem herrscht auch an Grundschulen eine Maskenpflicht. Die Präsenzpflicht an Schulen wird ab 29. November aufgehoben, d.h. Eltern können selbst darüber entscheiden, ob sie ihre Kinder weiterhin zur Schule schicken.

– An weiteren Bildungseinrichtungen wie Hochschulen, Fahrschulen o.a. besteht eine tägliche Testpflicht.

Versammlungen und Demonstrationen: Es gelten keine besonderen Einschränkungen oder Personengrenzen (allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln müssen immer eingehalten werden).

Weihnachtsmärkte, Volksfeste und Jahrmärkte werden nicht eröffnet bzw. wieder geschlossen.

Körpernahe Dienstleistungen: finden unter Berücksichtigung des 2G-Modells statt. Ausgenommen sind medizinisch notwendige Leistungen, wie z.B. medizinische Fußpflege.

Sport: Bei Sportstätten gilt drinnen und draußen das 2G-Modell.

Kontaktbeschränkungen: Ungeimpfte Personen dürfen sich nur noch zu fünft oder mit den Angehörigen eines weiteren Haushaltes treffen. Für Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren gelten keine Kontaktbeschränkungen.

 

Beurteilung der pandemischen Lage

– Zur Beurteilung der pandemischen Lage werden nun drei Kriterien heran gezogen, da immer mehr von uns geimpft sind. Deswegen ist es möglich, eine Corona-Infektion anders einzuordnen.

Ob die Landesregierung einschränkende Maßnahmen zum Schutz der Menschen ergreifen muss, wird nun daran bemessen wieviel Intensivbetten noch zur Verfügung stehen, wie viel Personen aufgrund von Corona ins Krankenhaus müssen und wie hoch die Impfquote ist. Auch die 7-Tage-Inzidenz bleibt relevant, aber eben nicht mehr allein, sondern im Zusammenhang mit den anderen drei Werten wird sie eingeordnet.

 

Hotspot-Regionen

Ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt gilt als Hotspot-Region, wenn:

  • die Sieben-Tage-Inzidenz für drei Tage ununterbrochen den Wert 750 übersteigt
  • brandenburgweit der Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen den Schwellenwert von mindestens 10% erreicht

Ist ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt eine Hotspot-Region, dann gilt:

  • eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte, in der Zeit von 22 bis 6 Uhr
  • Diskotheken, Clubs und ähnlichen Einrichtungen müssen schließen

 

Mund-Nasen-Bedeckung

Masken helfen. Je besser eine Maske ist, desto hilfreicher ist sie. An besonders sensiblen Orten ist vorgeschrieben, eine medizinische Maske zu tragen. Diese Maßnahme ist auch deswegen wichtig, weil die bekannte und mittlerweile in Deutschland angekommene britische Mutation des Corona-Virus, wesentlich ansteckender ist.

Als medizinische Maske gelten die Masken, die entweder den Anforderunqen an eine CE-qekennzeichnete medizinische Gesichtsmaske mit der Norm DIN EN 14683:2019-10 (OP-Maske) entsprechen oder eine FFP2-Maske mit einer CE-Kennzeichnunq mit 4-stelliger Nummer der notifizierten Stelle). Als FFP2-Maske gilt auch eine Maske des Tvps KN 95. Eine FFP2-Maske ist nur ohne Ausatemventil zulässig.

Grundsätzlich ist in allen öffentlich zugänglichen Räumen und Orten mit Publikumsverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Also zum Beispiel in Banken, Postfilialen, Behörden, Krankenhäusern. Das gilt auch an Orten unter freiem Himmel, wo sich viele Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zum Beispiel auf Wochenmärkten und in Fußgängerzonen. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung erfolgt durch die örtlich zuständigen Behörden.

Auch in allen Arbeits- und Betriebsstätten sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden haben die Beschäftigten sowie Besucherinnen und Besucher eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt nicht, wenn sie sich an einem festen Platz aufhalten, der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten oder die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung verringert wird.

Bei der Nutzung von Aufzügen haben alle Personen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Maskenpflicht gilt auch im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, einschließlich der dazugehörigen Parkplätzen.

 

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind weiter:

  • Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
  • Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, die mit diesen kommunizieren,
  • Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Hierzu gibt es neu eine wichtige Ergänzung in der Verordnung: Da immer öfter gefälschte Atteste vorgezeigt werden, gilt nun: dies ist vor Ort durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis im Original nachzuweisen (bislang reichte auch eine einfache Kopie). Dies soll der Polizei bei Versammlungen eine Kontrolle erleichtern und Missbrauchsfälle verhindern.

 

Hygieneregeln und Abstandsgebot

Jede Person ist verpflichtet,

  • die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Vorbeugung von Infektionen zu beachten,
  • grundsätzlich einen Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot); sofern die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 

Ausnahmen: Das Abstandsgebot gilt nicht

  • für Ehe- oder Lebenspartner, für Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die ein Sorge- oder ein gesetzliches oder gerichtlich angeordnetes Umgangsrecht besteht,
  • im Bereich der Kindertagesbetreuung, die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen Schulpersonal bleibt davon unberührt,
  • zwischen Schülerinnen und Schülern bei der Wahrnehmung von Schulsport,
  • zwischen Studierenden bei der Wahrnehmung von Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen,
  • im Trainings- und Wettkampfbetrieb von Berufssportlerinn/en, Bundesligateams sowie Kaderathletinn/en der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet,
  • bei der Wahrnehmung von Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu beruflichen Zwecken, sofern die Angebote in festen Gruppen wahrgenommen werden,
  • wenn für die Wahrnehmung beruflicher, dienstlicher oder der Umsetzung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten die Unterschreitung des Mindestabstands zwingend erforderlich ist.